Deutsche Geschichte
1. Kapitel -Ein Tod 12 Jahre zu spaet

Am Spaetnachmittag Dienstag, den 1.Mai 1945, nahm Paul in der Festung Kurland, Lettland auf seinem Kurzwellenempfaenger die Nachricht auf, die er lieber 12 Jahre frueher gehoert haette. Hitler war tot.

Die immer noch existierende Nazipropagandamaschine hatte die Unverschaemtheit der Welt zu erzaehlen, dass Hitler beim Kampf um Berlin fuer Deutschland gefallen sei. Paul war unglaublich wuetend ueber diese Ansage, denn Hitler hatte nie fuer Deutschland gekaempft, er hatte es zerstoert.

Als geborener Berliner gab er eine satirische Schau, um seine Gruppe zu informieren. Seine Ansage basierte auf einem beruehmten Fluesterwitz. Er stand auf, knallte seine Kopfhoerer auf den Tisch und bruellte Achtung. Als ihn die Maenner seines Funktrupps entgeistert ansahen und sich fragten warum er ploetzlich nicht mehr alle Tassen im Schrank habe, sagte er nur ganz laessig Guten Abend meine Herren und setzte sich wieder.

Fuer einen Moment war Totenstille, dann fiel bei einem, der den Witz kannte, der Groschen, und er fragte: Was denn, ist er tot? Paul, der auf diese Frage gewartet hatte, antwortete: Jawohl meine Herren der GroeFaz, Groesster Feldherr aller Zeiten, ist tot! Fuer einige Sekunden herrschte nun betretene Stille und Paul, der die Gesichter seiner Luftwaffenkumpels boebachtete, konnte bei einigen den Ausdruck voelligen Entsetzens und ueberwaeltigender Ratlosigkeit wahrnehmen.

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Kurland

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