Deutsche Geschichte
12. - Kapitel Endlich am Ziel

. . . Arbeitssuche und Wohnungssuche waren die zwei schwierigsten Nuesse zu knacken, besonders fuer einen "nei'gschmeckten" wie er es war. Erstens brauchte man eine Stellung, damit man zweitens die Zuzugsgenehmigung zu irgendeiner Stadt bekam. Durch die gewaltigen Zerstoerungen ueberall war der "Lebensraum" bewirtschaftet, d.h. der Staat oder Stadt bestimmte, wieviel Quadratmeter Wohnflaeche jedem Buerger bewilligt wurden. Hatte eine Wohnung mehr qm als dem Mieter zustanden, so war der Mieter verpflichtet, Untermieter in die Wohnung zu nehmen. Es gab da kaum Ausnahmen. Man kann sich heute garnicht mehr vorstellen, wie zusammengedraengt die deutsche Bevoelkerung damals war. Erstens waren ueber 50% aller Haeuser zerstoert, zweitens waren viele der noch bewohnbaren Gebaeude von der Besatzungsmacht besetzt, drittens waren circa 10 Millionen Deutsche aus den Teilen Deutschlands vertrieben worden, die die Alliierten an die Russen und Polen "verschenkt" hatten . . .

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